Südküste

Man kommt wohl nicht für die karibischen Sandstrände nach Island, der Wind weht dort schon etwas rauher. Aber hier an der Südküste bekommt man die volle Wucht der Natur ab. Extremer Wind, ständig wechselndes Wetter, einmal sonnig, gleich drauf Hagel, Regen, Sonne… und alle bei stürmischen Wind, dass man sein eigenes Wort kaum versteht. Das ganze vor einem tosenden Meer das gegen die Felsen peitscht und die weißen Schaumkronen sich am schwarzen Sand entlang säumen. Ein Naturschauspiel, dem man stundenlang zuschauen könnte, wenn da nicht das rauhe Wetter wäre…

Reyjkavik

Jetzt aber ehrlich, Island hat ja echt schöne Seiten, aber bei Reykjavik kann man echt von keiner Schönheit sprechen. Die Promenade am Wasser ist langweilig, die Hauptstraße in der Mitte ganz nett, aber das wars auch schon, die Kirche ist interessant, und der Rest? Naja, für eine Hauptstadt könnte man sich schon mehr erwarten. Aber gut, man kommt ja auch nicht für Reykjavik nach Island…

Flugzeugwrack

Zugegeben es ist etwas derb, aber auf der anderen Seite total spannend. Ein Flugzeugwrack von einem Transportflug, der vor Jahrzehnten an der Südküste von Island notlanden musste, wurde einfach da gelassen. Heute ist nur noch der Rumpf da, fügt sich aber in die Landschaft wie eine düstere Erinnerung aus einer vergangenen Zeit.

Der Marsch dort hin dauert über 45 min, der Wind ist rauh, jeden Moment kann es regnen, die Landschaft öd und schwarz, ein gerader Weg, der kein Ende nimmt. So trostlos und öd wie die Landschaft in diesem Teil ist, so spannend wird es wiederum, wenn sich die gewaltige See vor einem öffnet und davor das Flugzeugwrack überdauert.

Island

Hier sind wir also, im Winter nach Island, wer kommt schon auf eine solche Idee… wobei wenn man hier ankommt stellt man sich echt die Frage, was haben sich die Leute gedacht, die sich hier angesiedelt haben 😉 so eine schroffe Landschaft, karg und uneinladend. Ok, natürlich auch schön, aber echt jetzt? Sich hier ansiedeln??? 😉

Toledo

Eine positive Überraschung! Nach der etwas ernüchternden Erfahrung in Madrid landen wir im UNESCO Kulturerbe Toledo. Zurecht, das Städtchen ist voller schöner Gassen mit viel Geschichte und Charme.

Madrid

Zugegeben meine Erwartungen an Madrid waren eh nicht hoch, ich wollte der Stadt trotzdem eine Chance geben. Ich muss aber sagen, dass ich sogar Schreiben von Postkarten nicht gewusst habe, was ich Gutes schreiben soll. Sind die Leute besonders freundlich? Naja… Die Gebäude besonders schön und interessant? Hm… Die Stadt und gepflegt? Ähmmmm… Sonst irgendwas Positiv hervorzuheben? Eigentlich nicht. Alles ist irgendwie ganz nett oder fad, nichts großartiges, aber auch nichts besonderes schockierendes. Das Essen etwas teurer und auch nicht besonders. Die Leute zwar nicht unfreundlich, aber auch nicht besonders herzlich. Also wenn man nichts besseres zu tun hat, kann man auch schon einmal nach Madrid kommen, allzu große Erwartungen braucht man aber nicht haben!

Zuhause bei den Griechen

3 Tage und zwei Nächte bei einer griechischen Familie Zuhause war auch eine schöne Erfahrung. Zwar versteh ich nix, irgendwie bin ich aber trotzdem dabei. Ehe man sich verschaut man beim griechischen Festival in der Stadt, dann beim langen Abendessen, wird den Griechen noch ohne zu zahlen in ein Gästekonzert geschleppt und fährt zum Abschluss in die heißen Quellen von Loutraki.

Der nächste Tag beginnt so griechisch wie der vorige aufgehört hat. Um halb 11 gibt’s Frühstück von der Mama, Käsebrötchen und griechischen Kaffee, dann fährt in die nächste Stadt um 2 Stunden Kaffee frappe zu trinken. Wie im Film kommt ständig wer daher, der irgendwie wen kennt, und es wird schon wieder geplappert. Ich versteh zwar wieder nix, witzig ist es aber trotzdem. Manchmal kommt ihnen auch ein englischer Satz aus 😉 Dann ruft die griechische Mutter an, irgendwie braucht gerade irgendwer was von irgendwo, wir müssen schnell dahin. Ok, da wartet ein Mann, der will mitkommen, wir fahren zurück nach Hause und es wird was diskutiert. Ich kenn mich zwar nicht aus, aber ich erfahre, die Familie auch nicht. Der Mann will irgendwas von irgendwem, weiß aber nicht wer das ist und die Telefonnummer stimmt nicht. Nach einem Kaffee (also einer Stunde) ist alles geklärt, gemeinsam hat man irgendwie den richtigen gefunden und alle können weitertun. Bzw ist gerade das Mittagessen fertig. Danach auf die Felder schauen. Und weil schon in der Nähe ist, werde ich zur Oma mitgeschleppt. Das heißt zur Oma und zum Onkel, zur Tante, dann kommt noch die andere Tante, die Schwester Oma, der andere Onkel, 5 Cousinen und eine Bekannte dazu. Jetzt kennt mich die ganze Familie, ich kann mich zwar nicht verständigen, angeboten wird mir aber alles, nachdem ich nicht weiß, wie ich freundlich nein sagen kann, kriege ich einfach alles. 😉

Gut, irgendwann wieder Zuhause angekommen tauchen dort zwei Freunde vom Bruder von Ioannis auf. Ich sag nur: gekommen um zu bleiben. Die 2×8 Bier haben sie schon dabei, lassen sich auch nicht beirren wenn alle anderen zu Abend essen, sie haben ja eh abseits einen Platz und kommen dann nach dem Essen dazu. Die Schwester ist mittlerweile auch da. Und es wird wieder bis in den Abend hinein geplaudert, irgendwie bin ich auch immer dabei.

Um Mitternacht sind alle weg, Zeit noch für einen Trip zu den heißen Quellen, um halb zwei geht’s dann ins Bett. 🙂

Mopedrunde

Das gehört in Griechenland irgendwie dazu, kein Urlaub kann vergehen ohne nicht auch einmal eine Runde mit dem Moped gemacht zu haben 🙂