Nun denn, Recife, die Zeit ist gekommen, dass ich weiterziehe. Was hast du mir nicht alles angetan…? Du bist die Stadt, in der angeblich die meisten Gewaltverbrechen in Brasilien passieren. Du bist eine Stadt, in der man am Abend keinen Schritt vor die Tür setzt, es sei denn das Taxi steht schon bereit. Und du bist eine Stadt, die mir so viele schöne Momente gegeben hat, dass all die Ärgernisse nicht wichtig erscheinen. Sei es der Sonnenuntergang am Strand von Boa Vista, die unzähligen Gespräche mit den uber-Taxifahrern, die langen Nächte mit den Freunden von Ricardo, die generelle Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Leute hier…

Ich will nicht weg, ich will noch bleiben…
Ist das also das Gefühl von „Saudades“? Das Wort, das sich einfach nicht übersetzen lässt… Die schöne Erinnerung an etwas, das zu Ende geht und einen glücklich und traurig zugleich macht…?