Nun denn, Zeit für ein Resümee über São Paulo. Der erste Eindruck war ja nicht der beste. Bei der Ankunft haben schmutzige und etwas finstere Gegenden den Eindruck getrübt. Die stark präsente Armut zeigt auch, dass es große Unterschiede zwischen arm und reich gibt. Im Zentrum gibt es kaum eine Straße, in der sich Obdachlose nicht Zelte oder Schlafstellen aufgenaut haben. Und man muss sagen, eine gänzliche Schönheit ist diese Stadt auch nicht (was nicht heißen soll, dass es keine schönen Orte gibt – und die Skyline ist ja auch spektakulär!). Und trotzdem habe ich sie lieb gewonnen. Die Stadt ist wie die Leute, ein bunter Mix aus Kulturen, an Vielfältigkeit und Offenheit kaum zu überbieten. Jedes Viertel hat hier seinen eigenen Charakter und jeder Typ Mensch hat hier sein Viertel. Schön reiht sich an schirch, arm an reich, gepflegt an verkommen. "Leben und leben lassen" scheint die Devise zu sein. Liebespaare tauschen Zärtlichkeiten aus, gleichgeschlechtlich wie heterosexuell, keiner mischt sich in die Angelegenheiten der anderen ein und trotzdem sind alle hilfsbereit, wenn jemand etwas braucht oder nach dem Weg fragt. Also in Summe eine wirklich spannende Stadt, voller Kontraste, aber auch einen Besuch wert – und eben vielleicht nicht nur wegen der Sehenswürdigkeiten, sondern eben auch wegen dieser besonderen Stimmung!

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